Richtlinien aus der DGUV Information 205-023

Diese Richtlinien werden seit dem Jahr 2014 von dem Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallkassen, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherungen (DGUV), herausgegeben. Diese hat zwei Kernanliegen. Sie fordert zum einen von den Arbeitgebern die jährliche Unterweisung aller Beschäftigten in den betrieblichen Brandschutz. Zum anderen bilden diese Richtlinien die wichtigste Grundlage für den Inhalt, Aufbau und die Durchführung der Brandschutzhelfer-Ausbildung.

Wichtiger Hinweis! Ein Mitarbeiter kann erst nach der Teilnahme an einer Brandschutzhelfer-Ausbildung zum Brandschutzhelfer bestellt werden.

Die Brandschutzhelfer-Ausbildung des ADAC gelbhilft erfolgt nach der DGUV Information 205-023 und wird nach dieser zertifiziert.


Die DGUV Information 205-023 ist eingebettet zwischen weiteren wichtigen Informationen zum Thema Brandschutz:

-  DGUV Information 205-001: Arbeitssicherheit durch vorbeugenden Brandschutz
-  DGUV Information 205-002: Brandschutz bei feuergefährlichen Arbeiten
-  DGUV Information 205-003: Aufgaben, Qualifikation, Ausbildung und Bestellung von Brandschutzbeauftragten
-  DGUV Information 205-006: Arbeiten in sauerstoffreduzierter Atmosphäre
-  DGUV Information 205-006: Working in oxygen-reduced atmospheres
-  DGUV Information 205-023: Brandschutzhelfer - Ausbildung und Befähigung
-  DGUV Information 205-025: Plakat: Feuerlöscher richtig einsetzen
-  DGUV Information 205-026: Sicherheit und Gesundheitsschutz beim Einsatz von Feuerlöschanlagen mit Löschgasen
-  DGUV Information 205-033: Alarmierung und Evakuierung
-  DGUV Information 205-034: Einsatz von Kohlendioxid (CO2)-Feuerlöschern in Räumen


Die komplette DGUV Information 205-023 kann hier erworben werden.


Das Ziel der Ausbildung von Brandschutzhelfern ist, diese zu befähigen, die in ihrem Verantwortungsbereich befindlichen Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden sicher einzusetzen, ohne sich dabei selbst zu gefährden. Diese Löschmaßnahmen sind dem Zweck untergeordnet, das Verlassen oder Flüchten der anwesenden Personen aus dem Gefahrenbereich abzusichern. Die DGUV Information 205-023  definiert die Anforderungen an die Ausbilder, um diese Befähigung der ausgebildeten Brandschutzhelfer sicherzustellen.


In der DGUV Information 205-023 werden die Inhalte der Ausbildung zum Brandschutzhelfer, die Dauer der Ausbildung, die Qualifikation und Fachkunde der Ausbilder, die Notwendigkeit einer Wiederholung der Brandschutzhelfer-Ausbildung und die Anforderungen an Baustellen thematisiert.


Bei der Brandschutzunterweisung für alle Mitarbeiter des Betriebs wird die bei Tätigkeiten auftretende Brandgefährdung vermittelt und es werden Maßnahmen zur Abwendung von Brandgefährdungen erörtert. Beides mit den Zielen die Arbeitssicherheit zu erhöhen und sich im Brandfall richtig zu verhalten.


Bei der Ausbildung von Brandschutzhelfern erfolgt eine fachkundige Unterweisung zu den Themen:

-  Grundzüge des vorbeugenden Brandschutzes,
-  Betriebliche Brandschutzorganisation
-  Verhalten im Brandfall,
-  Gefahren durch Brände,
-  Funktions- und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen

Dabei sollen Kenntnisse der betrieblichen Brandschutzmaßnahmen und der betrieblichen
Brandschutzorganisation vermittelt werden. Diese Unterweisung wird durch praktische Löschübungen ergänzt. Dabei geht es darum, dass die zukünftigen Brandschutzhelfer Kenntnisse der Brandbekämpfung sowie der Funktion und Bedienung von Feuerlöscheinrichtungen erlangen.

Die Ausbildung zielt auf einen sicheren Umgang des Brandschutzhelfers mit den Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden ohne Eigengefährdung ab. Außerdem soll es den Brandschutzhelfer befähigen das selbstständige Verlassens der Beschäftigten sicherzustellen oder deren Flucht aus dem Gefahrenbereich zu ermöglichen. Die DGUV Information 205-023 beschreibt außerdem, was eine besonderen Gefährdung des Betriebes darstellen kann und wie in diesen Fällen einer erhöhten Gefährdung vorgesorgt werden muss.

Bei erhöhter Brandgefährdung, Anwesenheit vieler Personen, Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie großer räumlicher Ausdehnung der Arbeitsstätte ist eine größere Zahl von Brandschutzhelfern erforderlich, als die bei normaler Gefährdungslage vorgeschriebenen fünf Prozent der Mitarbeiter, zuzüglich möglicher Anwesender. Zudem benötigen die Brandschutzhelfer eine ergänzende Ausbildung in einem angemessenen Verhältnis zu den bestehenden besonderen Gefahren nach der Gefährdungsbeurteilung.

Das von diesen Brandschutzhelfern benötigte Wissen reicht von den betriebsspezifischen und besonderen Brandschutzmaßnahmen und die weitergehenden betriebliche Brandschutzorganisation, über das besondere Verhalten im Brandfall und die besonderen Gefahren durch Brände sowie die Funktions- und Wirkungsweise vorhandener Feuerlöscheinrichtung, bis zum Verstehen der verschieden Brandklassen.