Wie viele Brandschutzhelfer braucht ein Unternehmen?

Alle Unternehmer haben die gesetzliche Pflicht, eine ausreichende Anzahl von Mitarbeitern als Brandschutzhelfer zu benennen. Wie viele Brandschutzhelfer ausreichen hängt von der Gefährdungsbeurteilung des Betriebes ab. Fünf Prozent der Beschäftigten gilt als Untergrenze für Betriebe ohne besondere Gefährdung, das heißt die Gefährdung ist nicht höher als in einem Betrieb mit normaler Büronutzung.
 

Eine Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt die folgenden Faktoren:


●    Anzahl der Beschäftigten
●    Art ihrer Tätigkeit
●    Abwesenheit von Brandschutzhelfern wegen Urlaub und Krankheit
●    Anwesenheit vieler anderer Personen (Besucher, Betreute, Kunden)
●    Anzahl anwesender Personen mit eingeschränkter Mobilität
●    erhöhte Brandgefahr
●    Vorhandensein von Gefahrstoffen
●    Ausdehnung des Betriebsgeländes


Ein Baumarkt als Beispiel für besondere Gefährdung

Ein Baumarkt mit 110 Beschäftigten muss für diese sechs Brandschutzhelfer benennen. Entsprechend der Anzahl von Besuchern des Baumarktes in Spitzenzeiten müssen zusätzliche Brandschutzhelfer vor Ort sein. Bei 750 Besuchern gleichzeitig, sind das immerhin 37 weitere benötigte Brandschutzhelfer, also insgesamt mindestens 43.

Baumärkte werden auch von Personen mit eingeschränkter Mobilität besucht, es besteht erhöhte Brandgefahr, denn es werden Gefahrstoffe gelagert und sie sind zudem oft sehr weitläufig angelegt. Das bedeutet, es müssen deutlich mehr als 43 Mitarbeiter zum Brandschutzhelfer ausgebildet und vor Ort sein.


Hinweis zur Mindestanzahl von Brandschutzhelfern

Die Berechnung der Brandschutzhelfer beginnt mit dem ersten Beschäftigten. Das heißt, Betriebe mit weniger als zwanzig Mitarbeiter, also auch Einmannbetriebe, müssen einen Brandschutzhelfer ernennen. Hat ein Betrieb ohne besondere Gefährdungen 100 Mitarbeiter benötigt er fünf Brandschutzhelfer, bei 101 Mitarbeitern erhöht sich die Mindestanzahl auf sechs.